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Nachdem ein auswärtiger Facharzt oder ein Ambulanzarzt der Klinik die Notwendigkeit einer stationären Schmerztherapie festgestellt hat, wird dem Patienten über die Patientenverwaltung ein von der Dringlichkeit abhängiger Aufnahmetermin mitgeteilt.
Am Aufnahmetag wird der Patient auf der ihm zugewiesenen Station vom zuständigen Pflegepersonal begrüßt, das ihn mit den Örtlichkeiten vertraut macht, Aufklärungsformulare und Schmerzfragebögen aushändigt und in einem orientierenden Gespräch die Hilfs- bzw. Pflegebedürftigkeit klärt.
Da vor jeder Therapie die Diagnosestellung zu erfolgen hat, wird der Patient möglichst frühzeitig am Aufnahmetag ärztlich untersucht. Am Anfang dieser Untersuchung steht ein intensives ärztliches Aufnahmegespräch, in dem die Krankheitsgeschichte, die Vorbehandlungen und die aktuellen Beschwerden geschildert werden können. Gemeinsam mit der ärztlichen Untersuchung bildet dieses Gespräch die Grundlage für das weitere Vorgehen. Da es gerade bei chronischen Schmerzen keine einfachen Ursachen – Folgeketten – Verknüpfungen gibt, sondern körperliche, funktionelle, psychische und soziale Aspekte gemeinsam an der Schmerzentstehung und Chronifizierung beteiligt sind, wird jeder Patient in unserer Klinik interdisziplinär diagnostiziert und therapiert.
Der Patient wird daher zusätzlich am zweiten Tag von den an seiner Behandlung beteiligten Therapeuten aus der Physiotherapie, Physikalischen Medizin und der Psychologischen Abteilung untersucht.
Apparative Verfahren zur Funktionsdiagnostik (z.B. Bewegungsanalysen) und Strukturdiagnostik (z.B. Röntgen, Kernspintomographie, Ultraschall) werden nach ärztlichem Ermessen eingesetzt.
Ein weiterer Baustein der Diagnostik sind Fragebögen. Sie dienen der Unterstützung einer die ganzen Facetten des Krankheitsgeschehens beleuchtenden Diagnostik und der therapeutischen Qualitätskontrolle.
In einer abschließenden Teamsitzung aller verantwortlicher Therapeuten werden am dritten Tag morgens die Ergebnisse der Diagnostik zusammengetragen und in einem endgültigen Therapieplan umgesetzt.
Es ist die Aufgabe des behandelnden Arztes, dem Patienten dieses Therapiekonzept im Sinne einer gemeinsamen Therapievereinbarung zu vermitteln. Um keine unnötige Zeit verstreichen zu lassen, werden jedoch auch bereits vor Erstellen eines interdisziplinären Therapieplanes ärztliche Behandlungen und Therapieerprobungen am ersten und zweiten Tag des stationären Aufenthaltes durchgeführt.
In dringlichen Fällen und bei akuten Schmerzen erfolgen Behandlungen auch zeitnah nach der Aufnahme. Die Wirksamkeit dieser Behandlungen kann dann später bei der Erarbeitung des endgültigen Therapieplanes hinreichend berücksichtigt werden.
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