Die täglichen ärztlichen Behandlungen umfassen:
1. Klassische Manuelle Medizin / Chirotherapie
Bei Kindern mit spastisch hypertoner Muskulatur sind "Blockierungen" in nahezu 100 Prozent vorhanden. Durch gezielte segmentale Untersuchungen der Wirbelsäule und der Extremitätengelenke können solche "Blockierungen" aufgespürt und durch entsprechende Impulstechniken beseitigt werden. 2. Atlastherapie
Hier wird nach vorausgegangener Stellungsdiagnostik (Röntgenbild der Halswirbelsäule) ein blitzschneller Impuls an den 1. Halswirbel gesetzt. Dabei wird kein Wirbel "eingerenkt". Es handelt sich vielmehr um eine Beeinflussung der Rezeptoren, die über direkte Nervenverbindungen mit bestimmten Hirnzentren und dem Gleichgewichtsorgan verbunden sind. Hierdurch wird eine Normalisierung der neuromuskulären Regulationsmechanismen erreicht. 3. Muskelenergie-Techniken (MET)
Die Muskelenergie-Technik ist ein Mobilisationsverfahren, bei dem unter Ausnutzung einer isometrischen Muskelkontraktion in die freie Bewegungsrichtung mit nachfolgender Entspannung die Biomechanik des behandelten Gelenkes verbessert wird. 4. Myofasciale Release-Technik (MFR) Der Effekt dieser Technik besteht in einer Verbesserung des Stoffwechsels in den elastischen und bindegewebigen Muskelstrukturen und führt so zu einer Verbesserung des neuro-muskulären Zusammenspieles. Die Weichteilrestriktionen, Dysbalancen und Gewebeverhärtungen werden mit sehr langsamen und sanften Griffen behandelt. Sie werden von Kindern bestens toleriert und führen auch bei schwerer Spastik nicht zu einer Gegensteuerung. 5. Cranio-sacrale Behandlung (CST)
Mit dieser Methode kann ein zusätzlicher Einfluss auf sensomotorische Steuerungsmechanismen bewirkt werden. Im Nahtbereich der einzelnen Schädelknochen lässt sich eine – wenn auch geringe – Bewegung nachweisen, die wahrscheinlich durch pulsierende Druckveränderungen des Liquorsystems entsteht. Über die Propriozeptoren (Stellungsfühler) in den Schädelnähten kommt es möglicherweise zu einem Einfluss auf zentralnervöse Strukturen und letztendlich auf neuromuskuläre Steuerungen. Asymmetrische Bewegungsmuster, die bei CP-Kindern häufig gefunden werden, sind ein weiterer Störfaktor des neuro-muskulären Systems und können durch die cranio-sacrale Therapie beeinflusst werden. Auch diese Behandlungstechnik ist äußerst schonend und wird in der Regel von den Patienten sehr gut toleriert. 6. Akupunktur
Zur weiteren Verbesserung der neuromuskulären Steuerung wird 3x wöchentlich eine Schädelakupunktur nach Yamamoto durchgeführt – bei jüngeren Kindern in Form der schmerzlosen Laser-Akupunktur.
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