Aktuelles

Share
  • KMT beteiligt sich am "Aktionstag gegen den Schmerz"

    17. Mai 2019 - 12:16

    Die Klinik für Manuelle Therapie Hamm beteiligt sich am 4. Juni am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Zum achten Mal macht die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. an diesem Tag auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in etwa 300 Praxen und Kliniken, in Apotheken sowie Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Von 9 bis 18 Uhr ist eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten wie etwa Dr. Jens Adermann, Chefarzt der KMT Hamm, Patientenfragen rund um das Thema Schmerz. Zudem gibt es am 4. Juni um 15 Uhr im Seminarraum der KMT einen Vortrag von Dr. Adermann unter dem Titel „Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Schmerzen“, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei fast allen sind diese nicht durch Tumorerkrankungen hervorgerufen. Bei sechs Millionen von ihnen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patienten sind daher die Ziele des 8. Bundesweiten „Aktionstags gegen den Schmerz“.

    „Zu einer guten und wirksamen Therapie gehört ein Konzept, das neben Operationen, Spritzen und Arzneimitteln auch nichtmedikamentöse Therapien berücksichtigt“, sagt Dr. Jens Adermann. „Gerade in dieser Hinsicht ist die KMT Hamm personell außergewöhnlich gut aufgestellt. Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir mit Patienten und ihren Angehörigen ins Gespräch kommen und sie beraten“, so Chefarzt der KMT Hamm weiter. Zu diesem Zweck beteiligt sich Dr. Adermann zum einen an der bundesweiten Patienten-Hotline, die am 4. Juni von 9 bis 18 Uhr geschaltet ist. Zum anderen bietet die KMT Hamm einen Vortrag unter dem Titel „Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Schmerzen“ an, der von 15 bis 16 Uhr im Seminarraum der KMT stattfindet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    In ihrem Anliegen wird die KMT unterstützt von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., der mit über 3.500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Menschen mit Schmerzen brauchen mehr Unterstützung. Sie werden nicht optimal versorgt. Das zeigen die steigenden Zahlen chronischer Schmerzerkrankungen. Zusammen mit unserem neu gegründeten ‚Arbeitskreises Patientenorganisationen‘ werden wir uns für die Position der Schmerzpatienten einsetzen und gemeinsam mit den Patientenvertretern auf die Gesundheitspolitik einwirken“, betont Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

  • KMT stellt neuen Geschäftsführer vor

    8. März 2019 - 8:28

    Am 1. März 2019 hat Karl Ehrmann die Geschäftsführerposition der Klinik für Manuelle Therapie Hamm (kurz: KMT Hamm) und der angeschlossenen Gesellschaften übernommen. Der Beiratsvorsitzende Dr. Alfred Giere stellte den 59-jährigen Hagener in dieser Woche offiziell den insgesamt rund 310 Beschäftigten der KMT Hamm, des Kompetenzzentrums für ambulante Schmerzmedizin, dem KMT Seniorenzentrum an der Panhoff-Stiftung, der Gottfried Gutmann Akademie und des Physio Point e. V. vor.

    Beiratsvorsitzender Dr. Alfred Giere (r.) hieß den neuen Geschäftsführer Karl Ehrmann im Namen der gesamten Belegschaft der KMT Hamm herzlich Willkommen. – Foto: Kottmann„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe“, betonte Karl Ehrmann bei seiner Vorstellung, der dem Klinik-Beirat für das in ihn gesetzte Vertrauen dankte. Zuletzt war der studierte Betriebswirt als Geschäftsführender Direktor in Koblenz tätig, von der er aus familiären Gründen nun nach Hamm wechselt. „Die KMT Hamm ist eine Klinik, die durch ihr besonderes Leistungsspektrum aus der normalen Krankenhauslandschaft hervorsticht“, verdeutlichte Ehrmann eine Besonderheit im Vergleich zu seinen bisherigen Stationen. „Ich will den Standort weiter ausbauen. Die Klinik ist als bundesweit anerkanntes Schmerzzentrum gut aufgestellt. Gemeinsam mit allen Mitarbeitern wollen wir daran arbeiten, diese gute Position zu festigen“, so Ehrmann.

  • Harald Wohlfarth im Interview über 19 Jahre KMT Hamm

    28. Februar 2019 - 14:27

    Nach fast zwei Jahrzehnten gibt es im März 2019 einen Wechsel in der Geschäftsführung der Klinik für Manuelle Therapie Hamm. Im Interview blickt Harald Wohlfarth, der 2000 die Geschicke der KMT im Hammer Kurpark übernahm, auf die zurückliegenden fast zwanzig Jahre in einer der mittlerweile führenden Schmerzkliniken Deutschlands zurück.

    Blickt auf 19 Jahre bei der KMT Hamm zurück: Der scheidende Geschäftsführer Harald Wohlfarth. - Fotos: Kottmann„Herr Wohlfarth, nach zuletzt fast zwei Jahrzehnten als Geschäftsführer der KMT Hamm gehen im März in den Ruhestand. Was überwiegt bei Ihnen momentan: die Freude über das Erreichte oder der Wehmut darüber, einige große Projekte an Ihren Nachfolger oder Ihre Nachfolgerin übergeben zu müssen?“

    Harald Wohlfarth: „Tatsächlich ist es eine Mischung aus beidem. Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich einen Träger gehabt habe, der mir viele Freiheiten ließ. So war es möglich, kreativ zu sein und die Weiterentwicklung der Klinik voranzutreiben. Zurückblickend ist unglaublich viel passiert, etwa mit den Gründungen der verschiedenen Gesellschaften oder der Sanierung des Fährhauses und den weiteren Ausbau der alten Stadtgärtnerei, für den es ja sogar einen Architekturpreis gab und was heute sicher ein Highlight für Hamm ist. Die KMT Hamm hat den Status eines deutschlandweit anerkannten Schmerzzentrums erreicht. Und dabei darf man nicht vergessen, wie der Zustand 2000 war: Wir waren der Insolvenz näher als dem Fortbestehen. Und dass die KMT diese erfolgreiche Entwicklung genommen hat, daran haben alle Beteiligten, also Träger, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Geschäftsführung erfolgreich gearbeitet.“

    „Was waren denn aus Ihrer Sicht die größten Veränderungen seit 2000, die die KMT erlebt hat?“

    Harald Wohlfarth: „Das ist sicher die Veränderung der Mitarbeiter-Qualifikationen. Die KMT verfügt heute über einen enormen Ausbildungsstatus. Wir können mit Fug und Recht behaupten, das wir die größte Weiterbildungseinrichtung Deutschlands in der Speziellen Schmerztherapie sind. Wir verfügen über zahllose Mitarbeiter mit der entsprechenden Schmerz-Zusatzqualifikation, sowohl bei den Fachärzten als auch Psychologen, Physiotherapeuten, den Schwestern und Pflegern. Um das zu erreichen, mussten allerdings immer wieder auch strukturelle Veränderungen vorgenommen werden die komplette Sanierung des Verwaltungsbereichs und der Auszug aus dem Kurhaus 2001, was ganz praktisch für uns deutliche Mieteinsparungen bedeutete. Es folgten 2003 und 2004 der Ausbau des Westflügels, der Cafeteria und der Außenanlagen. Nach diesen Maßnahmen gab es eine Planungsrunde, eine hochkarätig besetzte Jury entschied über den späteren Neubau, der 2012 in Betrieb genommen wurde. Es wurde der Küchenanbau vorgenommen, die alte Stadtgärtnerei erworben und die Einrichtung des MVZ (Anm. d. Red.: Medizinisches Versorgungszentrum) vorangetrieben. Die Größe ist auf Dauer wichtig, um bestehen zu können. In den Jahren gab es natürlich immer auch wieder Überraschungen, wie bei der Übernahme der benachbarten Tennisanlage. Dort förderten wir hinter Brettern ein altes Teehäuschen zu Tage. Es war für uns selbstverständlich, das zu sanieren und zu erhalten, da es das einzige noch vorhandene Teehäuschen aus der Jahrhundertwende hier in Hamm war.“

    "Wir engagieren uns bewusst für die Region."„Das Bekenntnis zum Standort ist für Sie von großer Bedeutung?“

    Harald Wohlfarth: „Auf jeden Fall! Wir engagieren uns ganz bewusst für verschiedene Vereine der Region oder auch immer wieder einmal künstlerische Aktivitäten. So etwa bei der Aufstellung des ‚Balancierenden Würfels‘ im Kurpark oder bei verschiedenen Kunstausstellungen, die regelmäßig in unserem Haus stattfinden: Eine besondere Herzensangelegenheit ist für mich außerdem die Arbeit des Hammer Hospizes und des Fördervereins Hammer, bei dem ich ein Gründungsmitglied bin. Hier ist die Anzahl der Mitglieder bereits auf 1.200 angewachsen. Außerdem ist Sport für uns wichtig, weshalb wir uns bei verschiedenen Aushängeschildern wie den Hand-, Fuß- und Basketballern engagieren. Für die unsere Therapiekonzepte spielt Bewegung eine große Rolle, insofern passt das Thema zu uns und war auch immer für mich persönlich wichtig.“

    „In jüngster Zeit macht sich die KMT Hamm als eine der führenden Schmerzkliniken im ANOA-Verbund auch für die Forschung im Bereich der Schmerztherapien stark. Ist das auch eine Weichenstellung für die Zukunft?“

    Harald Wohlfarth: „Ganz genau. Seit ungefähr drei Jahren vernetzen wir uns diesbezüglich mit verschiedenen Partnern. Bei der 2002 gegründeten ANOA, dem 29 Häuser starken Verbund der Schmerzkliniken, waren wir vom ersten Tag dabei. Im vergangenen Jahr haben wir die Kooperation mit der Universität Luxemburg vereinbart, für die wir drei Jahre gebraucht haben. In diesen Tagen ist nun der Vertrag mit dem in Hamm ansässigen Fraunhofer Anwendungszentrum SYMILA geschlossen worden. Im Februar hat zudem die Doktorandin der Universität ihre Arbeit hier bei der KMT aufgenommen, die nun verschiedene forschungsrelevanten Daten erheben wird. Konkret versprechen wir uns von den verschiedenen Maßnahmen ganz grob gesagt eine Verbesserung der Therapien für den Patienten durch eine wesentlich objektivere, messbare Bewertung der Qualität.“

    "Sämtliche Pläne für weitere, mögliche Ausbauten sind ausgearbeitet."„Ihre Nachfolgerin oder Ihr Nachfolger darf sich also auf spannende Aufgaben freuen?“

    Harald Wohlfarth: „Ganz bestimmt. Sämtliche Pläne für weitere, mögliche Ausbauten sind ausgearbeitet. Dazu zählen etwa der Ausbau des Südflügels, die Aufstockung des Westflügels, der Überbau des Mitarbeiterparkplatzes mit einer Tiefgarage und der Neubau einer Kinderklinik, um einige Beispiele zu nennen. Jede Möglichkeit wurde ins Auge gefasst und wir werden sehen, was wann davon umgesetzt wird.“

  • KMT unterstützt Selbsthilfegruppe für Amputierte

    14. Februar 2019 - 10:48

    Die Klinik für Manuelle Therapie Hamm und der Landesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputationen NRW (kurz: LVamp) haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Zunächst soll bis Mai eine Selbsthilfegruppe für Hamm und Umgebung ins Leben gerufen werden, die sich ab dann regelmäßig bei der KMT treffen wird.

    Stellten die Kooperation vor: (von links) KMT-Chefarzt Dr. Jens Adermann und die LVamp-Vorsitzenden Rolf Brakemeier und Rainer Lütkemeyer. - Foto: Kottmann„Wir sind sehr froh darüber, mit der KMT Hamm einen Partner gefunden zu haben, der weiß wovon er spricht“, betont Rainer Lütkemeyer, 2. Vorsitzender des in Lemgo ansässigen LVamp, bei der Bekanntgabe der Kooperation. Vornehmlich soll es zum einen um einen Wissensaustausch gehen, zum anderen aber auch um eine konkrete Zusammenarbeit bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe für Betroffene in Hamm. „Ein entsprechendes Netz bauen wir gerade in Nordrhein-Westfalen insgesamt auf“, erklärt Rolf Brakemeier, Verbands-Vorsitzender. Beide haben sich für die sogenannte „Peer-Beratung“, also den direkten Austausch Betroffener untereinander, kürzlich zertifizieren lassen. Besonders wichtig ist ihnen, nicht von „Patienten“ zu sprechen. „Hinsichtlich der Prothesen sprechen wir lieber von Anwendern“, so Brakemeier. Und für die gibt es nach einer Amputation eine Vielzahl von Problemen, die es zu meistern gilt, wie die Vorsitzenden aufgrund persönlicher Schicksalsschläge aus eigener Erfahrung wissen. Brakemeier: „In der heutigen Zeit findet man viele Informationen im Internet, auch zu Amputationen. Aber der Austausch mit anderen Betroffenen ist unersetzlich: etwa was Erfahrungen mit Ämtern angeht, mit Prothesen oder aber auch mit Folgeerkrankungen wie etwa chronischen Schmerzen.“

    Genau hier wird künftig die KMT Hamm ihr Wissen in die Arbeit des Vereins einbringen, auch über die neue Selbsthilfegruppe in Hamm hinaus. Das Expertenwissen stellt die renommierte Schmerzklinik etwa im Bereich der Phantom- und Stumpfschmerzen künftig im direkten Austausch mit den Selbsthilfegruppen landesweit zur Verfügung. Dazu sollen sich diese Gruppen neben Fragestellungen etwa zu den Leistungen der Krankenkassen und anderen Unterstützungsmöglichkeiten auch ganz lebensnahen Themen widmen. „Wir kennen ja viele der Fragen aus eigener Erfahrung: Wie geht es anderen Menschen mit diesen Einschränkungen? Was ist eigentlich mit so einem Hilfsmittel möglich? Kann ich einkaufen und spazieren, kann ich wieder Sport treiben?“, verdeutlicht Rainer Lütkemeyer.

    Für Fragen zur Hammer Gruppe steht der LVamp als persönlicher Ansprechpartner telefonisch (0172/8420284) oder per E-Mail (info@lvampnrw.de) zur Verfügung.

  • Kompaktkurs „ 80 Stunden Spezielle Schmerztherapie “ vom 20.09. bis 27.09.2019

    11. Februar 2019 - 12:15

    In der Klinik für Manuelle Therapie wird auch dieses Jahr, jetzt zum fünften Mal, der Ärztekammer – zertifizierte Kurs zur „Speziellen Schmerztherapie“ unter der Leitung von Chefarzt Dr. Jens Adermann stattfinden.

    Nähere Einzelheiten finden Sie unter der Rubrik „Fortbildung“.

  • Spende von Krankenhausinventar

    18. Mai 2018 - 9:42

    Eine Hilfe der besonderen Art leistet in diesen Tagen die Klinik für Manuelle Therapie Hamm. Sehr umfangreich schenkte die Schmerzklinik jetzt überzähliges Inventar an das einzige Krankenhaus in die 40.000 Einwohner zählende Stadt Zajecar. Am Wochenende wurden unter anderem nicht nur zehn elektrisch verstellbare Betten auf einen Sattelzug verladen, sondern gleich auch noch zehn Rollstühle, unzählige Schränkchen, zwei Röntgenliegen, ein Röntgenbildbetrachter, ein Lifter, ein Vierzellenbad und ein Ultraschallgerät. „Ich war selbst im Haus vor Ort, weil mein Bruder wegen eines Herzinfarktes dort behandelt wird. Es wird wirklich alles benötigt, das ist eine außerordentliche Hilfe durch die Klinik für Manuelle Therapie“, betonte Costa Martinovic, die die Spende und den Transport privat organisiert hat. Ihr Mann Ivan und KMT-Geschäftsführer Harald Wohlfarth sind bereits seit vielen Jahren befreundet. „Das ist natürlich eine tolle Geschichte, dass die Dinge an anderer Stelle noch wertvolle Dienste leisten können“, so Wohlfarth.

    Das Foto zeigt Geschäftsführer Harald Wohlfarth (r.) zusammen mit den Helfern sowie Ivan und Costa Martinovic (Bildmitte vorne). – Foto: Kottmann