Aktuelles

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  • Medaljon-Stiftung unterstützt Forschungsprojekt mit 100.000 Euro

    19. Juli 2019 - 8:07

    Über eine außergewöhnliche Zuwendung für ein besonderes Projekt freuen sich die Verantwortlichen der Klinik für Manuelle Therapie (kurz: KMT) in diesen Tagen. Die Lünener Medaljon-Stiftung unterstützt ein Forschungsprojekt mit 100.000 Euro. Die KMT finanziert mit diesen Mitteln die Miete eines Exoskeletts, mit dessen Hilfe ein besonderes Gehtraining mit spastisch gelähmten Kindern durchgeführt werden kann, und das erforderliche Fachpersonal.

    Damit findet zum ersten Mal in Deutschland ein vergleichbares Projekt mit Kindern statt. Bisher wurde die in Japan hergestellte Vorrichtung nur für Erwachsene eingesetzt, unter anderem seit 2012 am Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum. In Japan habe man entsprechende Forschungsreihen an Kindern mit zufriedenstellenden Ergebnissen beendet, erklärt KMT-Geschäftsführer Karl Ehrmann bei der Vertragsunterzeichnung mit dem Stiftungsvorstand. „Forschungen im Ausland haben die Wirksamkeit des Exoskeletts bereits aufgezeigt“, verdeutlicht Ehrmann, der sich kürzlich selbst davon ein Bild bei einem für Erwachsene eingesetzten HAL machte. HAL steht für Hybrid Assistive Limb, also hybride unterstützende Gliedmaße. Der Servo-Exoskelett-Anzug wurde von der Tsukuba-Universität in Japan entwickelt. Über Sensoren erkennt das System kleinste Biosignale an der Hautoberfläche und übermittelt diese an eine Servo-Einheit, die dann das zu unterstützende Gelenk bewegt.

    In Japan konnten die behandelten Kinder nach einem sechswöchigen Training mit dem HAL ohne technische Unterstützung erstmals laufen. „Das System muss immer sehr individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Für das Training sind entsprechende Schuhe erforderlich. Wegen dieser sehr individuellen Einstellungen ist es zwei Patienten am Tag möglich, mit dem Anzug zu trainieren“, erklärte KMT-Chefarzt Dr. Jens Adermann. Die Klinik kann dank der Stiftungsmittel zunächst ein Jahr mit dem Exoskelett und entsprechend ausgebildeten Physiotherapeuten arbeiten, für beides gäbe es ansonsten aktuell noch keine Kostenübernahme. „Wir sind sehr dankbar, dass die Medaljon-Stiftung uns und vor allem den Kindern Entsprechendes ermöglicht“, betonte Karl Ehrmann bei der in Werne durchgeführten Vertragsunterzeichnung mit den drei Stiftungsvorständen, Rechtsanwalt Rolf Westhues, Heinz-Georg Breuer und Stephan Locks. Seitens der KMT wird Claudia Schulze Aquack das Projekt leiten. „Wir freuen uns, dass wir mit der KMT Hamm wieder einen Partner in der Region gefunden haben, den wir bei diesem tollen Projekt ganz im Sinne des Stiftungszweckes und der Gründer Heinz und Anneliese Medaljon unterstützen können“, meinte Rolf Westhues.

    Text zum Foto: Vereinbarten die Unterstützung des Kinder-Projektes: (von links) Rolf Westhues, Claudia Schulze Aquack, Karl Ehrmann, Dr. Jens Adermann, Stephan Locks und Heinz-Georg Breuer. - Foto: Kottmann

  • KMT beteiligt sich am "Aktionstag gegen den Schmerz"

    17. Mai 2019 - 12:16

    Die Klinik für Manuelle Therapie Hamm beteiligt sich am 4. Juni am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Zum achten Mal macht die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. an diesem Tag auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in etwa 300 Praxen und Kliniken, in Apotheken sowie Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Von 9 bis 18 Uhr ist eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten wie etwa Dr. Jens Adermann, Chefarzt der KMT Hamm, Patientenfragen rund um das Thema Schmerz. Zudem gibt es am 4. Juni um 15 Uhr im Seminarraum der KMT einen Vortrag von Dr. Adermann unter dem Titel „Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Schmerzen“, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei fast allen sind diese nicht durch Tumorerkrankungen hervorgerufen. Bei sechs Millionen von ihnen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patienten sind daher die Ziele des 8. Bundesweiten „Aktionstags gegen den Schmerz“.

    „Zu einer guten und wirksamen Therapie gehört ein Konzept, das neben Operationen, Spritzen und Arzneimitteln auch nichtmedikamentöse Therapien berücksichtigt“, sagt Dr. Jens Adermann. „Gerade in dieser Hinsicht ist die KMT Hamm personell außergewöhnlich gut aufgestellt. Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir mit Patienten und ihren Angehörigen ins Gespräch kommen und sie beraten“, so Chefarzt der KMT Hamm weiter. Zu diesem Zweck beteiligt sich Dr. Adermann zum einen an der bundesweiten Patienten-Hotline, die am 4. Juni von 9 bis 18 Uhr geschaltet ist. Zum anderen bietet die KMT Hamm einen Vortrag unter dem Titel „Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Schmerzen“ an, der von 15 bis 16 Uhr im Seminarraum der KMT stattfindet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    In ihrem Anliegen wird die KMT unterstützt von der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., der mit über 3.500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Menschen mit Schmerzen brauchen mehr Unterstützung. Sie werden nicht optimal versorgt. Das zeigen die steigenden Zahlen chronischer Schmerzerkrankungen. Zusammen mit unserem neu gegründeten ‚Arbeitskreises Patientenorganisationen‘ werden wir uns für die Position der Schmerzpatienten einsetzen und gemeinsam mit den Patientenvertretern auf die Gesundheitspolitik einwirken“, betont Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

  • KMT unterstützt Selbsthilfegruppe für Amputierte

    14. Februar 2019 - 10:48

    Die Klinik für Manuelle Therapie Hamm und der Landesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputationen NRW (kurz: LVamp) haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Zunächst soll bis Mai eine Selbsthilfegruppe für Hamm und Umgebung ins Leben gerufen werden, die sich ab dann regelmäßig bei der KMT treffen wird.

    Stellten die Kooperation vor: (von links) KMT-Chefarzt Dr. Jens Adermann und die LVamp-Vorsitzenden Rolf Brakemeier und Rainer Lütkemeyer. - Foto: Kottmann„Wir sind sehr froh darüber, mit der KMT Hamm einen Partner gefunden zu haben, der weiß wovon er spricht“, betont Rainer Lütkemeyer, 2. Vorsitzender des in Lemgo ansässigen LVamp, bei der Bekanntgabe der Kooperation. Vornehmlich soll es zum einen um einen Wissensaustausch gehen, zum anderen aber auch um eine konkrete Zusammenarbeit bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe für Betroffene in Hamm. „Ein entsprechendes Netz bauen wir gerade in Nordrhein-Westfalen insgesamt auf“, erklärt Rolf Brakemeier, Verbands-Vorsitzender. Beide haben sich für die sogenannte „Peer-Beratung“, also den direkten Austausch Betroffener untereinander, kürzlich zertifizieren lassen. Besonders wichtig ist ihnen, nicht von „Patienten“ zu sprechen. „Hinsichtlich der Prothesen sprechen wir lieber von Anwendern“, so Brakemeier. Und für die gibt es nach einer Amputation eine Vielzahl von Problemen, die es zu meistern gilt, wie die Vorsitzenden aufgrund persönlicher Schicksalsschläge aus eigener Erfahrung wissen. Brakemeier: „In der heutigen Zeit findet man viele Informationen im Internet, auch zu Amputationen. Aber der Austausch mit anderen Betroffenen ist unersetzlich: etwa was Erfahrungen mit Ämtern angeht, mit Prothesen oder aber auch mit Folgeerkrankungen wie etwa chronischen Schmerzen.“

    Genau hier wird künftig die KMT Hamm ihr Wissen in die Arbeit des Vereins einbringen, auch über die neue Selbsthilfegruppe in Hamm hinaus. Das Expertenwissen stellt die renommierte Schmerzklinik etwa im Bereich der Phantom- und Stumpfschmerzen künftig im direkten Austausch mit den Selbsthilfegruppen landesweit zur Verfügung. Dazu sollen sich diese Gruppen neben Fragestellungen etwa zu den Leistungen der Krankenkassen und anderen Unterstützungsmöglichkeiten auch ganz lebensnahen Themen widmen. „Wir kennen ja viele der Fragen aus eigener Erfahrung: Wie geht es anderen Menschen mit diesen Einschränkungen? Was ist eigentlich mit so einem Hilfsmittel möglich? Kann ich einkaufen und spazieren, kann ich wieder Sport treiben?“, verdeutlicht Rainer Lütkemeyer.

    Für Fragen zur Hammer Gruppe steht der LVamp als persönlicher Ansprechpartner telefonisch (0172/8420284) oder per E-Mail (info@lvampnrw.de) zur Verfügung.

  • Kompaktkurs „ 80 Stunden Spezielle Schmerztherapie “ vom 20.09. bis 27.09.2019

    11. Februar 2019 - 12:15

    In der Klinik für Manuelle Therapie wird auch dieses Jahr, jetzt zum fünften Mal, der Ärztekammer – zertifizierte Kurs zur „Speziellen Schmerztherapie“ unter der Leitung von Chefarzt Dr. Jens Adermann stattfinden.

    Nähere Einzelheiten finden Sie unter der Rubrik „Fortbildung“.

  • Spende von Krankenhausinventar

    18. Mai 2018 - 9:42

    Eine Hilfe der besonderen Art leistet in diesen Tagen die Klinik für Manuelle Therapie Hamm. Sehr umfangreich schenkte die Schmerzklinik jetzt überzähliges Inventar an das einzige Krankenhaus in die 40.000 Einwohner zählende Stadt Zajecar. Am Wochenende wurden unter anderem nicht nur zehn elektrisch verstellbare Betten auf einen Sattelzug verladen, sondern gleich auch noch zehn Rollstühle, unzählige Schränkchen, zwei Röntgenliegen, ein Röntgenbildbetrachter, ein Lifter, ein Vierzellenbad und ein Ultraschallgerät. „Ich war selbst im Haus vor Ort, weil mein Bruder wegen eines Herzinfarktes dort behandelt wird. Es wird wirklich alles benötigt, das ist eine außerordentliche Hilfe durch die Klinik für Manuelle Therapie“, betonte Costa Martinovic, die die Spende und den Transport privat organisiert hat. Ihr Mann Ivan und KMT-Geschäftsführer Harald Wohlfarth sind bereits seit vielen Jahren befreundet. „Das ist natürlich eine tolle Geschichte, dass die Dinge an anderer Stelle noch wertvolle Dienste leisten können“, so Wohlfarth.

    Das Foto zeigt Geschäftsführer Harald Wohlfarth (r.) zusammen mit den Helfern sowie Ivan und Costa Martinovic (Bildmitte vorne). – Foto: Kottmann