KMT unterstützt Selbsthilfegruppe für Amputierte

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Die Klinik für Manuelle Therapie Hamm und der Landesverband für Menschen mit Arm- und Beinamputationen NRW (kurz: LVamp) haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Zunächst soll bis Mai eine Selbsthilfegruppe für Hamm und Umgebung ins Leben gerufen werden, die sich ab dann regelmäßig bei der KMT treffen wird.

Stellten die Kooperation vor: (von links) KMT-Chefarzt Dr. Jens Adermann und die LVamp-Vorsitzenden Rolf Brakemeier und Rainer Lütkemeyer. - Foto: Kottmann„Wir sind sehr froh darüber, mit der KMT Hamm einen Partner gefunden zu haben, der weiß wovon er spricht“, betont Rainer Lütkemeyer, 2. Vorsitzender des in Lemgo ansässigen LVamp, bei der Bekanntgabe der Kooperation. Vornehmlich soll es zum einen um einen Wissensaustausch gehen, zum anderen aber auch um eine konkrete Zusammenarbeit bei der Gründung einer Selbsthilfegruppe für Betroffene in Hamm. „Ein entsprechendes Netz bauen wir gerade in Nordrhein-Westfalen insgesamt auf“, erklärt Rolf Brakemeier, Verbands-Vorsitzender. Beide haben sich für die sogenannte „Peer-Beratung“, also den direkten Austausch Betroffener untereinander, kürzlich zertifizieren lassen. Besonders wichtig ist ihnen, nicht von „Patienten“ zu sprechen. „Hinsichtlich der Prothesen sprechen wir lieber von Anwendern“, so Brakemeier. Und für die gibt es nach einer Amputation eine Vielzahl von Problemen, die es zu meistern gilt, wie die Vorsitzenden aufgrund persönlicher Schicksalsschläge aus eigener Erfahrung wissen. Brakemeier: „In der heutigen Zeit findet man viele Informationen im Internet, auch zu Amputationen. Aber der Austausch mit anderen Betroffenen ist unersetzlich: etwa was Erfahrungen mit Ämtern angeht, mit Prothesen oder aber auch mit Folgeerkrankungen wie etwa chronischen Schmerzen.“

Genau hier wird künftig die KMT Hamm ihr Wissen in die Arbeit des Vereins einbringen, auch über die neue Selbsthilfegruppe in Hamm hinaus. Das Expertenwissen stellt die renommierte Schmerzklinik etwa im Bereich der Phantom- und Stumpfschmerzen künftig im direkten Austausch mit den Selbsthilfegruppen landesweit zur Verfügung. Dazu sollen sich diese Gruppen neben Fragestellungen etwa zu den Leistungen der Krankenkassen und anderen Unterstützungsmöglichkeiten auch ganz lebensnahen Themen widmen. „Wir kennen ja viele der Fragen aus eigener Erfahrung: Wie geht es anderen Menschen mit diesen Einschränkungen? Was ist eigentlich mit so einem Hilfsmittel möglich? Kann ich einkaufen und spazieren, kann ich wieder Sport treiben?“, verdeutlicht Rainer Lütkemeyer.

Für Fragen zur Hammer Gruppe steht der LVamp als persönlicher Ansprechpartner telefonisch (0172/8420284) oder per E-Mail (info@lvampnrw.de) zur Verfügung.